Wie viel Strom zieht ein LED-Neonschild?
Die Leistungsaufnahme hängt von vier Faktoren ab: Schildbreite, Zeichenzahl, Buchstabenhöhe und davon, ob die Schrift gefüllt oder als Kontur gebaut wird – bei einer Konturschrift zeichnet die Röhre den Umriss nach, das ist rund die doppelte Röhrenlänge und damit rund die doppelte Leistungsaufnahme gegenüber einer gefüllten Schrift gleicher Größe. Die folgenden Werte sind Richtwerte für einen einzeiligen Schriftzug mittlerer Zeichendichte.
| Schildbreite | Leistungsaufnahme |
|---|---|
| 1 m | 15 – 35 W |
| 2 m | 30 – 70 W |
| 4 m | 60 – 140 W |
| 6 m | 90 – 210 W |
Was kostet der Betrieb pro Monat und Jahr?
Gerechnet mit 30 Cent netto je Kilowattstunde, dem Arbeitspreis in einem üblichen Gewerbestromtarif Stand 2026. Acht Stunden entsprechen etwa den Öffnungszeiten eines Ladengeschäfts, zwölf bis sechzehn Stunden einer Werbebeleuchtung von der Dämmerung bis zum Morgen.
| Schildbreite | Leistung | Std./Tag | Kosten/Monat | Kosten/Jahr |
|---|---|---|---|---|
| 1 m | 15 – 35 W | 12 h | 2 – 4 € | 20 – 46 € |
| 2 m | 30 – 70 W | 12 h | 3 – 8 € | 39 – 92 € |
| 4 m | 60 – 140 W | 8 h | 4 – 10 € | 53 – 123 € |
| 4 m | 60 – 140 W | 12 h | 6 – 15 € | 79 – 184 € |
| 4 m | 60 – 140 W | 16 h | 9 – 20 € | 105 – 245 € |
| 6 m | 90 – 210 W | 12 h | 10 – 23 € | 118 – 276 € |
Der Unterschied zwischen 8 und 16 Betriebsstunden beim gleichen 4-Meter-Schild macht rund das Doppelte an Jahreskosten aus. Das ist der Hebel, an dem eine Zeitschaltuhr ansetzt.
Wie viel sparen Dimmer und Zeitschaltuhr?
Ein Dimmer senkt die Leuchtstärke und damit die Leistungsaufnahme näherungsweise linear zur Helligkeit. Bei einer Reduktion auf 70 Prozent Helligkeit sinkt der Verbrauch um etwa 30 Prozent. Für ein 4-Meter-Schild mit 100 Watt Leistungsaufnahme in der Mitte der Spanne und 12 Betriebsstunden täglich sinken die Stromkosten von 10,80 Euro auf 7,56 Euro im Monat – eine Ersparnis von rund 39 Euro im Jahr.
Eine Zeitschaltuhr setzt an einem anderen Problem an: Ohne sie läuft ein Schild häufig durch, weil niemand ans Ausschalten denkt, auch tagsüber und nachts nach Ladenschluss. Schaltet die Uhr das gleiche 4-Meter-Schild von 24 auf 12 Betriebsstunden täglich zurück, sinken die Kosten von 21,60 auf 10,80 Euro im Monat – eine Ersparnis von rund 130 Euro im Jahr.
| Maßnahme | Kosten netto | Ersparnis pro Jahr | Amortisation |
|---|---|---|---|
| Dimmer | 49 € | rund 39 € | rund 15 Monate |
| Zeitschaltuhr gegen Dauerbetrieb | 39 € | rund 130 € | rund 4 Monate |
Die Zeitschaltuhr rechnet sich also schneller, weil sie einen häufigen Bedienfehler behebt und nicht nur die Helligkeit drosselt. Beide Extras lassen sich kombinieren.
Wie schneidet das im Vergleich zu Glasneon ab?
Hier liegt der größte Betriebskostenunterschied zwischen den beiden Techniken. Glasneon arbeitet mit einem Hochspannungstrafo, der selbst dann Verlustleistung erzeugt, wenn die Röhre nur schwach leuchtet. LED wandelt einen deutlich höheren Anteil der eingesetzten Leistung in Licht um.
| LED-Neonflex | Glasneon | |
|---|---|---|
| Leistungsaufnahme | 60 – 140 W | 300 – 700 W |
| Stromkosten pro Monat | 6 – 15 € | 32 – 76 € |
| Stromkosten pro Jahr | 79 – 184 € | 394 – 920 € |
Über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren summiert sich der Unterschied auf rund 3.000 bis 7.000 Euro – oft mehr, als der Anschaffungspreis beider Techniken auseinanderliegt. Wir fertigen ausschließlich LED-Neonflex, kein Glasneon; wer die Glasneon-Anmutung braucht, sollte diesen Mehrverbrauch in die Rechnung einbeziehen.
Was beeinflusst den Verbrauch sonst noch?
Zwei Punkte, die in Angeboten selten auftauchen: die Farbe und der Stand-by-Verbrauch des Netzteils.
- Weiß und Warmweiß sind der Standard und brauchen für eine gegebene wahrgenommene Helligkeit am wenigsten Leistung. Gesättigte Töne leuchten bei gleicher Modulzahl schwächer, weil das Auge für tiefes Blau und Violett am wenigsten empfindlich ist. Für dieselbe Wirkung braucht es dort rund 10 Prozent mehr Module und entsprechend mehr Leistung; im Konfigurator sind diese Töne mit einem Zuschlag von 4 bis 12 Prozent hinterlegt.
- Das Netzteil zieht auch im ausgeschalteten Zustand einen Stand-by-Strom, sofern es nicht vom Netz getrennt wird, typischerweise rund 0,3 bis 1 Watt. Über ein Jahr macht das bei 0,5 Watt rund 1,30 Euro aus – gegenüber dem Betrieb der Röhre selbst nicht ins Gewicht fallend, aber ein Grund, warum eine Zeitschaltuhr mit echtem Netztrennschalter effizienter ist als eine reine Dimmfunktion.
Weitere Fragen dazu
- Wie berechne ich den Jahresverbrauch eines Neonschilds in Kilowattstunden?
- Multiplizieren Sie die Leistungsaufnahme in Watt mit den täglichen Betriebsstunden und 365, geteilt durch 1.000. Für ein 4-Meter-Schild mit 100 Watt Leistungsaufnahme und 12 Betriebsstunden täglich ergibt das rund 438 Kilowattstunden im Jahr. Bei 30 Cent je Kilowattstunde entspricht das rund 131 Euro.
- Verbraucht ein Schild im Außenbereich mehr Strom als eins für innen?
- Nein, nicht wesentlich. Die Schutzart IP65 wirkt sich auf Gehäuse, Silikonmantel und Kabeldurchführung aus, nicht auf die Leistungsaufnahme der LED-Kette selbst. Entscheidend für den Verbrauch bleiben Schildbreite, Zeichenzahl, Buchstabenhöhe und Betriebsstunden, unabhängig davon, ob das Schild innen mit IP20 oder außen mit IP65 montiert wird.
- Erhöht eine RGB-Ausführung den Stromverbrauch?
- Geringfügig. Die zusätzliche Steuerelektronik für den Farbwechsel zieht selbst wenige Watt, das liegt deutlich unter dem Anteil der eigentlichen Leuchtröhre. Der Aufpreis von 129 Euro netto für RGB betrifft in erster Linie Hardware und Fernbedienung, nicht die laufenden Stromkosten.
- Steigt der Stromverbrauch, wenn das Schild älter wird?
- Nein, die Leistungsaufnahme bleibt über die gesamte Lebensdauer nahezu konstant. Was mit der Zeit sinkt, ist die Lichtausbeute: Nach rund 50.000 Betriebsstunden ist mit einem spürbaren Rückgang der Helligkeit zu rechnen, nicht mit einem höheren Verbrauch bei gleicher Helligkeit.