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Kann man ein Logo als Neonschild bauen?

7 Min. Lesezeit

Welches Logo lässt sich als LED-Neonschild bauen?

Die Grenze der Leuchtröhre ist immer dieselbe: LED-Neonflex ist maximal 2 bis 3 Zentimeter breit. Eine Linie, die in der Zielgröße schmaler als das ist, kann die Röhre nicht sauber nachzeichnen – sie wirkt entweder ausgefranst oder verschwindet ganz aus dem Entwurf. Ein einfaches Bildzeichen mit wenigen, dicken, geschlossenen Konturen ist damit fast immer als reines Röhrenschild baubar. Ein Motiv mit vielen ineinandergeschachtelten Linien, feinen Binnenzeichnungen oder einem Farbverlauf ist es nicht, weil eine Röhre pro Segment nur eine Farbe führt und keinen fließenden Übergang.

Diese Grenze gilt aber nur für die Röhre selbst, nicht für das Schild. Für alles, was die Röhre nicht kann – Verläufe, Halbtöne, gefüllte Flächen, feine Binnendetails –, gibt es die zweiteilige Bauweise: Die Grafik wird auf die konturgeschnittene Acrylplatte gedruckt, die Neonröhre zeichnet nur den äußeren Umriss nach. Der gedruckte Teil trägt die Details, der leuchtende Teil die Fernwirkung. Damit lässt sich praktisch jedes Logo umsetzen, auch eines, das als reines Röhrenschild scheitern würde. Der Abschnitt darunter beschreibt die Bauweise im Detail.

Logo-MerkmalAls reine LeuchtröhreAnmerkung
Einfaches Bildzeichen (Icon, Kreis, Pfeil, Monogramm)JaBaubar nahezu 1:1, sofern die Linienstärke im Original nicht extrem dünn ist
Wortmarke als Teil des LogosJaWird wie ein Schriftzug behandelt, kräftige Schnitte laufen als Konturschrift
Verschachtelte Motive mit vielen sich kreuzenden LinienEingeschränktAb einer gewissen Liniendichte verschmelzen einzelne Linien zu einer Fläche. Als gedruckte Platte mit Neon-Kontur ohne Einschränkung umsetzbar
Farbverläufe (Gradient)NeinEine Röhre leuchtet je Segment in einer Farbe, kein fließender Übergang. Im Druck auf der Platte dagegen problemlos
Halbtöne, Rasterungen, FotoeffekteNeinDie Röhre kennt nur An oder Aus, keine Graustufen. Im Druck auf der Platte vollständig darstellbar
Dünne Serifen oder Linien unter 2 cm Stärke in ZielgrößeNeinWerden beim Nachzeichnen verstärkt oder entfallen im Entwurf. Im Druck bleiben sie erhalten
Flächig gefüllte FormenEingeschränktAls Röhre nur als Umrisslinie. Gefüllte Flächen entstehen im Druck, die Röhre setzt dann die leuchtende Kontur
Sehr kleine Details, z. B. Mini-Text im Logo unter 15 cm HöheNeinMit einer 2 bis 3 cm breiten Röhre ist ein Buchstabe darunter nicht mehr lesbar – 15 cm ist unsere kleinste Buchstabenhöhe. Gedruckt ist auch kleinerer Text möglich, er leuchtet dann aber nicht
Abbildbarkeit als reine Leuchtröhre – die zweiteilige Bauweise mit gedruckter Platte erweitert jede Zeile

Wie werden Logos mit Verläufen, Flächen oder feinen Details gebaut?

Zweiteilig, aus gedruckter Platte und Neon-Kontur. Das Logo wird auf eine Acrylplatte gedruckt, die Platte wird entlang der Außenkontur des Motivs zugeschnitten, und der LED-Neonflex zeichnet nur diesen Umriss nach. Alles, was die Röhre nicht abbilden kann – Farbverläufe, Halbtöne, gefüllte Flächen, feine Binnenzeichnung, kleiner Text – sitzt im Druck. Die Röhre übernimmt, was der Druck nicht kann: leuchten und aus der Entfernung wirken.

Praktisch ergibt das zwei Erscheinungsbilder in einem Schild. Am Tag sieht man das vollständige Logo in seinen Originalfarben, wie auf einem hochwertigen Schild ohne Beleuchtung. Bei Dunkelheit tritt die Fläche zurück und die leuchtende Kontur übernimmt – die Silhouette der Marke bleibt auf große Entfernung erkennbar, während die Details aus der Nähe lesbar bleiben. Für Logos mit Charakterkopf, Maskottchen oder Wappen ist das meist die bessere Lösung als eine vereinfachte Umrisslinie, weil die Marke nicht verändert werden muss.

MerkmalReines RöhrenschildGedruckte Platte mit Neon-Kontur
Farbverläufe und HalbtöneNicht möglichVollständig darstellbar
Gefüllte FlächenNur als UmrisslinieAls Fläche im Druck
Feine Details unter 2 cm LinienstärkeEntfallen oder werden verstärktBleiben im Druck erhalten
Logo muss vereinfacht werdenHäufigIn der Regel nicht
Leuchtende FlächeDie Linien selbst leuchtenNur die Kontur leuchtet, die Fläche nicht
Wirkung am TagSichtbare Röhre auf der RückwandVollständiges Logo in Originalfarben
Wirkung bei NachtGesamtes Motiv leuchtetLeuchtende Silhouette, Details bleiben aus der Nähe lesbar
Typische EinsatzorteSchriftzüge, einfache BildzeichenMaskottchen, Wappen, E-Sport- und Studio-Logos
Reines Röhrenschild und gedruckte Platte mit Neon-Kontur im Vergleich

Welche Dateien brauchen wir vom Logo?

Wir arbeiten mit Vektordateien: AI, EPS, SVG oder PDF mit eingebetteten Pfaden. Eine Vektordatei beschreibt jede Linie als mathematischen Pfad und lässt sich verlustfrei auf jede Zielgröße skalieren – wichtig, weil unsere Schilder 1 bis 6 Meter breit sind und ein Logo aus einer Visitenkarte plötzlich meterhoch dargestellt wird. Ein JPG oder PNG ist dagegen ein Pixelraster mit fester Auflösung: In der Zielgröße werden Kanten unscharf oder treppig, und aus den Pixeln lässt sich kein sauberer Pfad für die Röhrenführung ableiten.

Liegt nur ein JPG oder PNG vor, etwa aus einer Präsentation oder von der Website, zeichnen wir das Logo von Hand nach. Das geschieht im Rahmen des ersten Entwurfs, der üblicherweise innerhalb von 48 Stunden vorliegt. Bei sehr kleinen, komprimierten oder detailreichen Vorlagen kann das Nachzeichnen ein bis zwei Tage zusätzlich brauchen, weil wir dabei zugleich prüfen, welche Linien sich als Röhre führen lassen und welche entfallen müssen.

Wie bleibt ein Logo aus der Distanz erkennbar?

Ein Logo, das am Bildschirm scharf aussieht, kann an der Fassade verschwimmen, weil das Auge aus 20 Metern feine Details nicht mehr auflöst. Als Faustregel gilt in der Außenwerbung: Die sichtbare Zeichen- oder Detailhöhe in Zentimetern sollte etwa dem 2,5-fachen der geplanten Leseentfernung in Metern entsprechen. Bei 20 Metern Entfernung heißt das, Details sollten nicht wesentlich unter 50 Zentimetern liegen, sonst gehen sie in der Kontur des Gesamtmotivs unter.

  • Zu dünne Linien werden auf die Röhrenbreite von 2 bis 3 Zentimetern verstärkt, die Proportion des Motivs verschiebt sich dadurch leicht
  • Details, die auch verstärkt unter der Erkennbarkeitsgrenze bleiben, entfernen wir aus dem Entwurf und markieren die Stelle im Korrekturlauf – oder wir wechseln auf die gedruckte Platte, dann bleiben sie erhalten
  • Eng beieinanderliegende Linien werden zusammengefasst, wenn der Abstand sonst optisch verschwimmt
  • Zwei Korrekturschleifen sind im Ablauf inklusive, dort lässt sich die Linienführung noch anpassen

Wie bildet sich der Preis für ein Logo-Schild?

Bei einem Schriftzug rechnen wir mit der Zeichenzahl, weil sie direkt die Röhrenlänge bestimmt. Bei einem Logo gibt es keine Zeichen, deshalb zählt stattdessen die Gesamtlänge der nachgezeichneten Leuchtlinie – ermittelt am fertigen Vektorpfad, nicht geschätzt. Die übrige Kalkulation folgt derselben Logik wie beim Schriftzug: Grundpreis 195 Euro, Mindeststückpreis 345 Euro, Außenausführung IP65 mit Faktor 1,35, dazu der Faktor der gewählten Rückwand.

  • Grundpreis 195 € für Design, Vektorisierung, Netzteil, Verkabelung und Montagesatz
  • Röhrenanteil nach Linienlänge statt Zeichenzahl, analog zum Zeichenanteil beim Schriftzug
  • Konturausführung: Faktor 1,45 auf den Röhrenanteil – bei flächigen Formen und kräftigen Wortmarken der Normalfall
  • Außenausführung IP65: Faktor 1,35 gegenüber Innenausführung
  • Rückwand: klares Acryl 1,08, Konturschnitt 1,18, rechteckig 1,00, schwarzes Acryl 1,05
  • Mindeststückpreis 345 € auch bei sehr kleinen oder einfachen Logos
  • Montageart je Schild: Fassadenmontage 149 €, hängend 89 €, Wandmontage innen und reine Lieferung 0 €
  • Montage vor Ort durch uns einmalig 690 € pro Auftrag, unabhängig von Logo oder Schriftzug und von der Montageart

Ein einfaches Bildzeichen mit der Linienlänge eines achtstelligen Schriftzugs liegt deshalb in derselben Spanne wie das geprüfte Beispiel: etwa 940 bis 1.390 Euro bei 60 Zentimetern Höhe, Konturschnitt-Rückwand, Außenausführung und Fassadenmontage, ohne Montage vor Ort. Ein Motiv im Umfang von sechs Zeichen liegt bei etwa 810 bis 1.180 Euro, verschachtelte Motive mit mehr Gesamtlinienlänge darüber, weil mehr Röhrenmeter verbaut werden. Alle Preise netto, zuzüglich Umsatzsteuer.

Wie läuft die Prüfung eines Logos ab?

Sie schicken die Vektordatei oder, falls nicht vorhanden, die beste verfügbare Bilddatei. Innerhalb von 48 Stunden liegt ein erster Entwurf vor, der zeigt, welche Linien sich als Röhre bauen lassen, wo wir verstärken mussten und welche Details entfallen. Zwei Korrekturschleifen sind darin inklusive. Erst nach dieser Prüfung steht ein belastbarer Preis, weil die tatsächliche Linienlänge erst am fertigen Vektorpfad feststeht.

Weitere Fragen dazu

Mein Logo hat einen Farbverlauf. Geht das trotzdem?
Ja, über die zweiteilige Bauweise. Der Verlauf wird auf die Acrylplatte gedruckt, die Platte entlang der Logokontur zugeschnitten, und die LED-Neonröhre zeichnet nur den Umriss nach. Als reine Leuchtröhre ist ein Verlauf nicht darstellbar, weil eine Röhre pro Segment nur eine Farbe führt. Das Logo muss dafür nicht vereinfacht werden.
Können mehrere Farben in einem Logo umgesetzt werden?
Ja, auf zwei Wegen. Als reine Leuchtröhre läuft jede Farbe als eigenes Segment mit eigenem Anschluss, was Verkabelungsaufwand und Preis gegenüber einer einfarbigen Ausführung erhöht. Ist das Logo vielfarbig oder verlaufend, ist die gedruckte Platte mit Neon-Kontur meist sinnvoller: Der Druck trägt alle Farben, die Röhre leuchtet einfarbig als Umriss. Die RGB-Option für 129 Euro liefert Farbwechsel für ein Segment, keine gleichzeitig unterschiedlich farbigen Bereiche in einer Röhre.
Was passiert, wenn vom Logo nur ein JPG oder PNG vorliegt?
Wir zeichnen das Logo als Vektorpfad nach. Das ist im ersten Entwurf enthalten, der normalerweise innerhalb von 48 Stunden vorliegt. Bei kleinen, stark komprimierten oder sehr detailreichen Vorlagen kann das ein bis zwei Tage zusätzlich dauern.
Ist ein rundes Logo, etwa ein Kreis oder ein Siegel, baubar?
Ja, Kreise und Ringe lassen sich mit LED-Neonflex gut umsetzen, solange die Linienstärke im Original nicht unter etwa 2 Zentimetern in der Zielgröße liegt. Die eigentliche Herausforderung sind meist feine Details innerhalb des Kreises, nicht der Kreis selbst.
Kann man Logo und Schriftzug in einem Schild kombinieren?
Ja, das ist eine häufige Kombination aus Bildmarke und Wortmarke in einem Schild. Kalkuliert wird getrennt: das Logo nach Linienlänge, der Schriftzug nach Zeichenzahl und Buchstabenhöhe, beide Anteile ergeben zusammen den Gesamtpreis.

Frage noch offen?

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